Wissenswertes

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Der Ursprung des Jin Shin Jyutsu

Der Name Jin Shin Jyutsu bedeutet „Die Kunst des Schöpfers ausgedrückt durch den wissenden und mitfühlenden Menschen“. Die Lebenskunst, die diese Worte repräsentieren, basiert auf Händen zu harmonisieren. Alle Wahrscheinlichkeit nach reicht das Wissen über diese Methode mehrere tausend Jahre zurück und geriet bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit.

Jiro Murai, Vater des Jin Shin Jyutsu, wurde 1886 in Japan geboren. Seine Familiewar gebildet und als Mediziner etabliert. Als junger Mann hatte er den Ruf, einen ausschweifenden Lebensstil zu führen, zu dem auch übermäßiges Essen und Trinken gehörte.

1912 – im Alter von 26 Jahren – wurde eine unheilbare Erkrankung diagnostiziert. Nachdem Murai diese Nachricht gehört hatte, suchte er die Einsamkeit in einer abgelegenen Berghütte seiner Familie. Er war zu schwach, um alleine dorthin zu reisen und musste auf einer Trage zur Hütte gebracht werden. Dort wandte er sich nach innen, um sich zu zentrieren und um Frieden und Ruhe zu finden, als er dem Ende seines jungen Lebens gegenüberstand. Nachdem er tagelang fastete, meditierte und Mudras praktizierte, wechselte er zwischen Bewusstsein und Bewusstlosigkeit, und sein Körper wurde zunehmend kälter. Am siebten Tag verschwand die Kälte und er erlebte intensive Hitze, die durch seinen Körper strömte. Als diese ungeheure Hitze nachließ, fühlte er keine Beschwerden mehr. Auf irgendeine Weise ermöglichte die Kombination aus Fasten, Meditation und Mudras seine spontane Selbstheilung.

Jiro Murai widmete seine verbleibenden Jahre dem Studium und Verständnis dieser Erfahrung. Experimente mit der Ernährung halfen ihm zu verstehen, wie Essen das Verhalten von Energie und den Keitbahnen beeinflusst.

34 Jahre nach seiner ersten Entdeckung von Jin Shin Jyutsu im Jahr 1912, begann Murai zu unterrichten. Er vereinheitlichte die komplexen Informationen, die er über die Jahre zusammengestellt hatte, zu Grundprinzipien für Interessierte. Seine Lehrtätigkeit erstreckte sich über seine letzten 14 Lebensjahre. Jiro Murai studierte, praktizierte und lehrte bis zu seinem Tod im Juni 1960.

Obwohl Jiro Murai Japan nie verließ, wollte er die Kunst des Jin Shin Jyutsu der Welt zugänglich machen. Murai wandte sich an eine junge japanisch-amerikanische Frau, um ihm zu helfen, diese Vision zu verwirklichen.

Mary lino wurde am 21. Oktober 1918 in Seattle/USA geboren und kam Ende der 1940er-Jahre nach Japan, um dort als Übersetzerin zu arbeiten und Diplomatie zu studieren. Sie unterrichtete bei einer Gastfamilie gerade eine Gruppe von Studenten in Englisch, als ihr mitgeteilt wurde, dass Sensei (Meister) Murai auf dem Weg sei. Als Murai ankam und Mary traf, fragte er sofort, ob sie das Geschenk von Jin Shin Jyutsu mit nach Amerika nehmen würde. Ohne zu wissen, was ihr angeboten wurde, sage Mary ohne Zögern Ja.

Damit begann ihre lebenslange Reise und Hingabe an die Kunst des Jin Shin Jyutsu.
Kurz nachdem Mary mit Jiro Murai zu studieren begann, kehrte ihr Vater, Uhachi lino, auch nach Japan zurück und wurde Schüler des Jin Shin Jyutsu. Marys ursprünglicher Plan war, in Japan zu bleiben, um ihre Studien bei Murai fortzusetzen. Als ihr Gilbert Burmeister, ein Amerikaner, den sie in Japan traf, eine Heimat vorschlug, fragte Mary Murai um Rat. Er fragte Mary, ob sie ihn liebte. Die Antwort war Ja. Er erzählte ihr, dass das Leben einer Mutter und Hausfrau von großer Wichtigkeit sei und ihr helfen würde, ihre Ausbildung zu vervollständigen – dieser Rat kam überraschend. Jiro Murai versprach, mit ihr in Kontakt zu bleiben, damit sie ihr Studium des Jin Shin Jyutsu fortsetzen konnte. 1953 ging Mary lino nach Amerika, um zu heiraten und ihr Studium mit Murai im Austausch von Briefen fortzusetzen. Ihr Vater blieb in Japan, um mit Jiro Murai weiter zu studieren und mit Klienten zu arbeiten.

Nach Marys Rückkehr nach Amerika begann ihre nächste Lebensphase als Frau und Mutter. Neben der Erziehung ihrer zwei kleinen Kinder studierte sie Jin Shin Jyutsu und sie begann, mit Familie und Freunden zu arbeiten.

1965, zwölf Jahre nach ihrer Rückkehr aus Japan, begann Mary Burmeister Jin Shin Jyutsu zu unterrichten. Mit ihrem Hintergrund als Übersetzerin konnte Mary japanische Konzepte und Begriffe, die sie von Murai gelernt hatte, insm Englische übersetzen. Sie brachte die Theorie und Philosophie von Jin Shin Jyutsu mit westlichen Konzepten in Verbindung. Mary beschäftigte sich unter anderem mit alten Weisheitsschulen, griechischer Philosophie und Mythologie, Numerologie, Astrologie und stellte Zusammenhänge zu Jin Shin Jyutsu her.

Mary lehrte Einfachheit, die Wichtigkeit im Augenblick zu sein und die zentrale Bedeutung des Atems als grundlegenden Ausdruck der Lebensenergie. Sie vermittelte, wie Murais Harmonisierungsströme verwendet werden sollten. Sie sprach über das „Kein Ding“, das alte Konzept der Leere und füllte es dann mit Worten und Taten für ihre Schüler mit Leben. Wie bei Jiro Murai gingen Marys Studien und Entwicklungen in Jin Shin Jyutsu immer weiter.

Einer der größten Beiträge Marys zur Kunst des Jin Shin Jyutsu ist die Theorie der Tiefen, ihre Integration des theoretischen und praktischen Verständnisses der Dimensionen universeller Energie, wie sie sich in Materie verwandelt. Wie Jiro Murai glaubte auch sie, dass die Menschen ihre eigene Quelle für Ausgeglichenheit, Wohlbefinden und Heilung sein können. Mary verbrachte viele Jahre damit, die Jin Shin Jyutsu-Kunst der Selbsthilfe zu entwickeln, indem sie praktische und einfache Griffe für die Anwendung an einem selbst kreierte.

1987 begann Mary Burmeister Lehrer auszubilden, um das Unterrichten von Jin Shin Jyutsu fortzuführen. Im März 1990 stürzte Mary zu Hause, wobei sie eine schwere Kopfverletzung erlitt, was abrupt ihre Lehrkarriere beendete. Am 27. Januar 2008 verstarb Mary Burmeister.

Haruki Kato kam als 7-Monats-Baby am 14. Januar 1928 in Tokyo zur Welt. Anfang Zwanzig fing Haruki Kato an, sich für die heilende Kunst des Jin Shin Jyutsu zu interessieren und 1953 besuchte er Murais Studiengruppe und Vorträge. Er wurde ein bedeutender Schüler, studierte und praktizierte mit Murai, bis an Murais Lebensende.

Im Rahmen seiner Ausbildung bei Murai ging Kato zur Akupunkturschule und wurde lizenzierter Akupunkteur. Seine wahre Berufung war jedoch Jin Shin Jyutsu und bei Murais Tod wurde Kato zum direkten Nachfolger in Japan ernannt. Kato machte sein ganzes Leben damit weiter, Jin Shin Jyutsu in Japan zu teilen.

Haruki Kato stand viele Jahre lang mit Mary Burmeister im Briefwechsel, nachdem Mary wieder zurück in die USA gezogen war. Er half ihr, ihr Jin Shin Jyutsu-Studium fortzusetzen und hielt sie über Murais Forschungen und Entwicklungen auf dem Laufenden. Persönlich traf er Mary 1992 zum ersten Mal in Amerika. Kato führte zwei Kurse für Jin Shin Jyutsu-Studenten durch. Im April 2014 verstarb Haruki Kato und sein Sohn Sadaki schloss sich der Jin Shin Jyutsu Inc. Fakultät an. Sadaki praktiziert in Tokio und setzt damit fort, das Material aus den Jin Shin Jyutsu-Texten seines Vaters zu teilen, indem er mittlerweile weltweit unterrichtet.

Quelle: Aus dem Englischen. David Burmeister, Geschäftsführer von Jin Shin Jyutsu Inc., Scottsdale, Arizona
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